Kultur in der Agentur: Lesung mit Uwe Schulz

Kultur in der Agentur: Lesung mit Uwe Schulz

5. März 2018 in agentur, alle | von Jörg

Nach dem klassischen Konzert der GebrA?der Gerassimez im letzten Jahr gab es jetzt bei uns erneut Kultur in der Agentur. Die Premiere von up*satz k fA?hrte am 22. Februar den bekannten WDR-Moderator Uwe Schulz zu BECKDESIGN nach Bochum. Im GepA?ck hatte der Journalist und Autor seine drei BA?cher.

Was folgte, war eine Lesung mit Tiefgang. Ob Fakenews, Populismus oder der Frontalangriff auf den A?ffentlichen Rundfunk, alles Themen, die Schulz nicht kalt lassen. FA?r ihn sind das Synonyme fA?r die sich ausbreitende Dummheit im Land, auf die es eine kluge Antwort gibt: Dietrich Bonhoeffer. Der bekannte Schriftsteller, der 1945 von den Nazis ermordet wurde, hatte seinerzeit festgestellt: a?zDummheit ist ein gefA?hrlicherer Feind des Guten als Bosheit.a?? Schulz las dazu aus seinem Bonhoeffer-Buch und zeigte auf, dass der WiderstA?ndler heute wichtiger denn je ist.

Uwe Schulz lieAY sich von den Reaktionen und der Stimmung im Publikum inspirieren. Mit dem GefA?hl fA?r den Augenblick, wA?hlte er spontan die nA?chste Geschichte aus. Und immer wieder lockerte er die gebannte Stimmung mit einem flotten Spruch auf. HA?ufig ging es dann um FuAYball. Mit einem kleinen Augenzwinkern versprach der bekennende BVB-Fan sich kurz zu fassen, schlieAYlich spielte spA?ter noch sein Lieblingsklub in der Europaleague. a?zWer hat bloAY diesen Termin ausgesucht?a??, fragte er schelmisch in die Runde und schob die Antwort hinter her: a?zDas muss ein Gladbach-Fan gewesen sein!a??. Recht hatte er.

Mit Bedacht griff er dann zum zweiten Buch: a?zNur noch eine TA?ra??. Sein Buch A?ber das Sterben. Uwe Schulz erzA?hlte wie das Thema ihn ausgewA?hlt hatte. Wie er Menschen kurz vor ihrem Tod im Hospiz oder auf einer Palliativstation traf und ihre Geschichten aufschrieb. EinfA?hlsam und respektvoll berichtete er von den Begegnungen, sprach von den A?ngsten und dem Umgang mit dem Unausweichlichen. a?zMan stirbt, wie man gelebt hata??, war eine gewonnene Erkenntnis. Eine weitere: a??Manche brauchen das GefA?hl, dass alles Wichtige gesagt oder getan ist, um zu gehen.a?? Uwe Schulz schaffte es in seiner ihm eigenen einfA?hlsamen Art dem Thema eine Leichtigkeit zu geben. Sein PlA?doyer fA?r ein Sterben in WA?rde kam bei den ZuhA?rern gut an.

Der Abschluss war dann doch eher leichte Kost. Hier standen ein tollwA?tiger Elefantenbulle in Namibia und eine angetrunkene Kneipenbesucherin im Fokus a?? beides persA?nliche Begegnungen des Autors, die er in seinem dritten Buch a?zVersA?hnunga?? verarbeitete. Auch wenn Schulz sein Versprechen einhielt und fast pA?nktlich zum Anpfiff seiner Borussia die Lesung abschloss, war noch lange nicht Schluss. Das Publikum hatte Redebedarf, miteinander und mit dem Autor, der sich gerne den GesprA?chen stellte und auch fleiAYig BA?cher signierte. Es war eine gelungene Lesung, ein kleiner,A? aber feiner Kulturabend, der bei den GA?sten sehr gut ankam a?? eine echte Bereicherung.

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